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Donnerstag, 22. Juni 2017

Carreise Kroatien - Reisebericht 2. Teil






Am Nachmittag des 3. Tages unserer Carreise verlassen wir die Plitvicer Seen und fahren an die Makarska-Riviera, den wohl schönsten Abschnitt der kroatischen Adriaküste und die zur kroatischen Region Dalmatien gehört.


Die kroatische Küste ist dank den zahlreichen Buchten mit 5835km überraschend lang. Vor der Küste befinden sich über 1000 Inseln, die meisten davon sind unbewohnt und viele von Menschenhand noch gänzlich unberührt.
Gegen Abend kommen wir in Brela an, wo wir 3 Nächte wohnen werden. Die kleine touristische Ortschaft liegt am nördlichen Beginn der Makarska-Riviera und hat einiges zu bieten: kristallklares Wasser, zahlreiche Spazierewege, einen langen, von dichtem Nadelwald besetzten Uferweg, welche zu weiteren alten Dörfern führt und nicht zuletzt einen langen Kieselstrand. Wie überall in Kroatien ist die Küche auch hier überraschend gut.

schmuckes Brela


Nach einem feinen Morgenbuffet im Hotel gehts am 4. Tag unserer Reise der Küstenstrasse hinunter nach Dubrovnik. Ein Kuriosum dabei: auf dieser längeren Fahrt durchqueren wir beim Neum-Korridor einen 5km breiten Gebietsstreifen von Bosnien-Herzogewina. Wir fuhren also heute 2x aus Kroatien heraus und wieder hinein.


Dubrovnik, welches früher Ragusa hiess, entwickelte sich im Mittelalter dank diplomatischen Geschicks zu einem unabhängigen Stadtstaat, dessen Handelsflotte es mit Venedig aufnehmen konnte. Durch Seehandel und die Kontrolle der Wirtschaft auf dem Festland erlangte Ragusa enormen Reichtum. Die Liste an sozialen Errungenschaften zu jener Zeit ist erstaunlich lang. So besass Ragusa die erste öffentliche Apotheke weltweit (1317),  ein Gesundheitswesen sowie eines der ersten Waisenhäuser Europas. Doch nach dem verheerenden Erdbeben von 1667, das die Stadt fast vollständig vernichtete, war das goldene Zeitalter Ragusas endgültig vorbei. Obschon Dubrovnik bereits seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, blieb es vom Balkankrieg nicht verschont. Doch dank internationaler Hilfe erstand die Stadt wieder wie Phönix aus Schutt und Asche. Anziehungspunkt ist die 1940m lange, bis zu 6m breite und stellenweise bis zu 25m hohe mittelalterliche Stadtmauer, welche man heute beschreiten kann und einen fantastischen Blick auf die Stadt hat.

alter Stadtplan von Ragusa

in den engen Gassen sind viele Restaurants



man ist natürlich in Dubrovnik nie alleine unterwegs - es wimmelt von Touristen



der Hafen

man kann die ganze Stadtmauer ablaufen - auf der einen Seite geht's ziemlich bergauf


herrlich - der Blick von oben herab




Hautpeingang in die Stadt

im Kreuzgang des mächtigen Franziskanerklosters

die älteste Apotheke war im Kloster integriert - sie steht noch heute am gleichen Ort










Nach einer Stadtführung besichtigen wir die Stadt noch individuell, bevor wir gegen Abend wieder retour nach Brela fahren.



















Am 5. Tag (Mittwoch) stand vormittags eine Bootsfahrt entlang der Makarska-Riviera an, am Nachmittag und Abend genossen wir dann noch das schöne Strandfeeling in Brela.


Meer bei Brela


Bootsfahrt entlang der Küste - im Hintergrund Brela

hinter der Makarskaküste erhebt sich der Biokovo-Gebirgszug, welcher auch ein Naturpark ist

Makarska


Karte der Makarska-Riviera - gegenüber Brela liegt die grössere Insel Brac

Makarska hat auch eine schöne Uferpromenade

herrliche Rosmarinbüsche

das Gelbliche hinter Makarska sind Ginsterbüsche, die hier in Massen blühen

Sicht aus dem Hotelfenster


unser Ausflugsboot

herrlich, die Promenade in Brela


das Wasser hier ist das Sauberste der ganzen Adria

man kann kilometerweit diesen Uferweg entlanggehen
 
 
 
Und morgen Donnerstag geht's schon wieder Richtung der Küste nach hinauf Richtung Schweiz. Dazu mehr im letzten Teil meines Kroatien-Reiseberichts.
 


Donnerstag, 15. Juni 2017

Carreise Kroatien - Reisebericht 1. Teil





Wir sind wirklich auf den Geschmack gekommen - auch dieses Jahr unternahmen wir eine 8-tägige Carreise, diesmal nach Kroatien.






Vorneweg, es war auch diesmal eine super Reise, auf der wir viele Eindrücke und Lehrreiches über ein sehr interessantes Land erhielten.

Reiseroute via Villach - Bled - Ljubljana - Plitvicer Seen


Der 1. Reisetag (Samstag) führte uns via Arlberg - Innsbruck ins Bundesland Kärnten nach Villach, wo wir das 1. Mal im Hotel übernachteten. Am Sonntag fuhren wir über die Grenze nach Slowenien, einen sehr hübschen Kleinstaat, welcher der Schweiz oder Oesterreich ähnelt.
In Bled, einem bekannten Luftkurort, genossen wir einen Aufenthalt, bei dem wir diesen malerischen Ort besichtigen konnten. Auf dem Bleder See werden die Touristen in sogenannten Pletnas - traditionelle Holzruderboote - über den See zur einzigen slowenischen Insel mit ihrer gotischen Marienkirche drauf gefahren. Und ich verzichtete schweren Herzens auf die hiesige kulinarische Spezialität - die Bleder Crèmeschnitte ( es war selbst für mich zu früh für so was).

Bleder See mit Burg


die Pletnas werden von Pletnars auf dem See gesteuert


die Marienkirche auf der kleinen Insel




In Ljubljana (deutsch: Laibach), der Haupstadt Sloweniens, gab es Mittagspause und wir hatten Zeit,  diese faszinierende Universitätsstadt individuell zu besichtigen. Ueberragt wird sie von einer mittelalterlichen Burg und die Ljubljanica fliesst unter etlichen Brücken durch sie durch. Nicht umsonst gilt Ljubljana als eine der kleinsten und charmantesten Hauptstädte Europas - eine Stadt, deren Name "die Geliebte" bedeutet.


ein Mix verschiedener Baustile in der ganzen Stadt





schöne Altstadt

Tanzvorführungen

viele, hübsche Restaurants - die slowenische Küche hat einen hervorragenden Ruf




die Burg thront über der Stadt

Blick von der Burg auf die Stadt





so geht's











Kurz nach der Grenze erreichten wir die erste Grossstadt Kroatiens - Karlovac - wo die örtliche Reiseleiterin zustieg, welche uns nun für kommenden 3 Tage begleitete.
Erstmals sahen wir hier in dieser Stadt, dass noch heute nicht alle Spuren des schlimmen Kroatienkrieges (1991-1995) verschwunden sind. Krass, dieser Unterschied zu Slowenien, welches vom Krieg praktisch verschont blieb.

Auf der Fahrt hinunter Richtung Nationalpark erklärte uns die Reiseleiterin, dass das Land wie viele Länder unter der Weltwirtschaftskrise leidet und viele junge Kroaten dass Land verliessen oder an die Küste zogen, um in der Touristikbranche zu arbeiten. Der Fremdenverkehr ist ein wichtiges Standbein in Kroatien; er war es schon vor dem Krieg und ist nun innerhalb der letzten 15 Jahre wieder spektakulär angewachsen.

Gegen Abend erreichten wir den Nationalpark Plitvicer Seen und übernachteten im Hotel am Rande des Parks.

Am 3. Tag besichtigten wir zu Fuss und per Boot den Nationalpark, welcher die berühmteste Naturattraktion Kroatiens ist - ein Paradies aus 16 oberirdischen Seen, welche alle auf einer Strecke von 8km durch Wasserfälle miteinander verbunden sind.  Ein Netz aus gut markierten Wegen und Holzstegen ermöglichen die Besichtigung dieses Naturschauspiels. Hier wurden in den 1990er-Jahren auch die Winnetou-Filme gedreht (Der Schatz im Silbersee).



die verschiedenen Seen des Nationalparks


an den Seen entlang führt des Holzsteg






hört ihr das Plätschern ?




nicht nur das Wasser ist ein Hingucker

dieser Steg über dem stiebenden Wasser - super



man kommt nicht aus dem Staunen raus



 
 
 zuletzt noch ein Bild von Winnetou auf dem Plivicer-, ach nein, auf dem Silbersee
 


die Carreise hat sich für mich schon jetzt mehr als gelohnt, trotzdem geht's am Nachmittags  weiter und wir erreichen gegen Abend das Küstenstädtchen Brela an der Makarska-Riviera.

So, das war Teil 1, die Reise geht nächste Woche weiter...  Bye za sada