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Donnerstag, 27. Oktober 2016

Einführung: Pilzkunde - Pilze sammeln






Pilze bilden ein eigenes Reich, sie sind weder Pflanzen noch Tiere. Man schätzt, dass sie seit 900-1200 Millionen Jahren auf der Erde vorkommen und es von ihnen mehrere Tausend verschiedene Arten gibt.


giftige Fliegenpilze


Da es nebst den Speisepilzen ( man unterscheidet zwischen kultivierbaren Pilzen wie Champignon oder Shitake und nicht kultivierbaren Pilzen wie Steinpilz oder Pfifferling) auch eine Unmenge von giftigen Pilzen gibt, sollte man nicht ohne fundiertes Wissen Wildpilze sammeln gehen. Unter den essbaren Pilzen gibt es Doppelgänger, die ähnlich aussehen, aber giftig sind.

Darum ist es ratsam, seinen selbstgesammelten Fund bei einer Pilzkontrollstelle kontrollieren zu lassen > siehe hier.

Auf Einladung einer Pilzkennerin und langjähriger Sammlerin hatte ich am Samstag Gelegenheit, eine Art Schnupperkurs in Pilzkunde zu unternehmen. Morgens um 10.00 Uhr gings von ihrer Haustüre weg direkt in den Wald im Zürcher Oberland. Und vorneweg, die Zeit verging wie im Fluge, wir erkundeten Waldstück um Waldstück, Waldlichtung um Waldlichtung.




Ich erfuhr von meiner Begleiterin allerhand Wissenswertes aus erster Hand : dass man zwischen Röhren-, Lamellen- und Leistenpilzen unterscheidet, in welchem Wachstumsstadion der Pilz geniessbar bzw. ungeniessbar oder sogar giftig ist, welchen Boden die Pilze bevorzugen und vieles mehr. Und das Wichtigste : die Namen der Pilze und ob er essbar ist bzw. gepflückt werden kann. Meine "Lehrerin" hat sich ihr ganzes Wissen über Jahre selbständig angeeignet, aber auch noch heute ist sie extrem vorsichtig, d.h. sie "pflückt" nur Pilze, die sie 100% kennt, andere lässt sie stehen.


Maronen-Röhrlinge (guter Speisepilz)


die Blauen (Grünspanträuschlinge) liessen wir stehen (sind zwar essbar, aber nichts Besonderes)


Mönchsköpfe (essbar)

mein Säckli füllt sich langsam


Und so kam es dann, dass wir am Ende unseres Sammeltages 11 Sorten Pilze im Stoffsäckli ( keine Plastiksäcke zum Sammeln verwenden > nicht luftdurchlässig) gesammelt haben. Es war kein Riesenfund, aber für ein feines Essen genügte es. 2016 war kein gutes Pilzjahr, es war über Wochen viel zu trocken. Was meine Begleiterin erstaunte, war jedoch die Vielzahl verschiedener Pilze. Vom "König" der Pilze, dem Steinpilz, fanden wir ein winziges Exemplar. Vermutlich haben Wildschweine, die es immer mehr im Zürcher Oberland gibt, diese Pilze auch zum Fressen gern.


Hier unser Fund :



Flaschenboviste

Trompeten-Pfifferlinge


Hallimasche


links Täublinge (1), Mitte oben Schopf-Tintlinge (2), Mitte Champignons (links+oben von Nr.9) + Habichtspilz (unterhalb von Nr. 9) , rechts oben Maronen-Röhrlinge (3)





Mitte oben Mönchsköpfe (8), Mitte unten eine Herbstlorchel (7)



und zu guter Letzt noch das Steinpilzli


Am Abend gab es dann bei uns zuhause ein feines Pilzmischgericht. Nach dem Putzen der Pilze habe ich sie in Butter angebraten, Zwiebeln dazugegeben und mit Weisswein abgelöscht. Danach liess ich sie weichgaren. Serviert wurden sie mit ein wenig Teigwaren.
Und das Beste - wir leben immer noch ! Weder Durchfall noch sonstige Beschwerden traten auf.
Ich masse mir jedoch nun nicht an, Pilze alleine, ohne sie danach kontrollieren zu lassen, zu sammeln, . Dazu fehlt mir nach einmaligem Kennenlernen die Sicherheit.
Einer Wiederholung dieser gelungenen Exkursion mit Bea steht aus meiner Sicht jedoch nichts im Wege, war es doch eine spannende und wissenswerte Erfahrung (dieses Jahr jedoch ists mit "Pilzen" wahrscheinlich vorbei, da vom 1.-10. im Monat im Kt. Zürich Schonzeit ist.




Donnerstag, 20. Oktober 2016

Vivi-Kola - das Schweizer Kola / kulinarische Spezialitäten CH




Bei meinem Besuch der diesjährigen gourmesse blieb ich auch am Stand von Vivi Kola hängen. Das Retro-Getränk galt in meiner Jugendzeit als d a s Kultgetränk  und wurde als quasi erster Energydrink mit grossem Erfolg verkauft, bevor es 1986 vom Markt verschwand.

Rund 25 Jahre später - genau im Juni 2010 -  erwarb der Eglisauer Christian Forrer die Markenrechte und lancierte mit einer Gruppe von Idealisten die vergessene Limo neu.

Die Mineralquelle Eglisau AG brachte 1938 mit Vivi Kola das erste Schweizer Cola-Getränk auf den Markt; dies wahrscheinlich als Konkurrenz zu einer Zürcher Firma, welche ab 1936 das amerikanische Original in Lizenz vertrieb. Wegen der Kriegsjahre und der Zuckerrationalisierung gestaltete sich der Start zunächst etwas harzig, nach dem 2. Weltkrieg begann dann aber ein regelrechter Siegeszug des Getränks. Die Gebrüder Reinle, die damals die Mineralquelle leiteten, liessen sich von ausländischen Werbekampagnen inspirieren und entdeckten das Sport-Sponsoring.




In den späten Vierziger-und den Fünfzigerjahren trat Vivi-Kola als Hauptsponsor  der Tour de Suisse auf und die Fahrer wie Hugo Koblet oder Fredy Kübler tranken im Ziel ein Vivi-Kola ! Das Getränk erhielt den Uebernahmen Rennfahrerbier.





1986 aber musste die Produktion von Vivi Kola aus firmenpolitischen, aber insbesondere wegen des immer stärker werdenden Konkurrenzdrucks von Coca-Cola und Pepsi eingestellt werden. Die Marke verschwand sang-und klanglos in irgendeiner Schublade. Die Mineralquelle Eglisau, die 2003 Thurella von der Feldschlösschen-Gruppe übernommen hatte, musste wegen Ueberkapazitäten Ende 2010 den Betrieb schliessen.

Nachdem sich Christian Forrer als Designer jahrelang mit den visuellen Auftritten von Glacés, Biquits, Babynahrung etc. beschäftigt hatte, kam er 2005 auf die Idee, sich auf die Suche des verschollenen Getränks zu machen. Mit Hilfe von ehemaligen Mitarbeitern, Angehörigen und Kollegen wurde der neue, "alte" Vivi-Geschmack schlussendlich wiedergefunden.

Im Juni 2010 wird an der Untergasse 10 in Eglisau der Vivi-Kola-Laden eröffnet. Beim Eröffnungsfest wird der Laden überrant, 2500 Flaschen Vivi gehen in 2 Stunden weg.
In den ersten Monaten bis zur Schliessung noch durch Thurella abgefüllt, musste schon bald wieder ein neuer Abfüllbetrieb gefunden werden - man fand diesen bei der Mineralquelle Knutwil.

das "neue" Vivi Kola - mit und ohne Zucker


2013 konnte man in Eglisau im ehemaligen Quellgebäude aus den 50-iger Jahren ein Lager mieten und die Limo direkt an Getränkehändler ausliefern. Mittlerweile werden pro Jahr bereits über eine halbe Million Flaschen Vivi Kola verkauft - und das Vetriebsnetz wächst stetig weiter.

Am bewussten Stand an der gourmesse ging ich natürlich nicht ohne Vivi-Kola heim - davor jedoch probierte ich aus, ob der Geschmack wirklich noch des "alten" Vivi ähnlich ist. Fazit : Jugenderinnerungen wurden wach, ich fühlte mich wieder 30 Jahre jünger ! Tatsache ist, dass es wie bei allem Geschmackssache ist - was dem einen schmeckt, findet ein zweiter überhaupt nicht gut. Mein Gaumen sagt mir auf alle Fälle, das beste Cola ist das Schweizerische Vivi Kola - punkt.

Seht dazu 2 junge, deutsche Geschmackstester, die Vivi nicht kennen, was sie von ihm halten :







Hier noch der Auftritt des Vivi -Neulancierers bei Aeschbacher im Fernsehen :





Donnerstag, 13. Oktober 2016

Gault Millau - Koch des Jahres 2017, Auszeichnungen / Zimi's Restaurantgeheimtipp































Schon ist wieder ein Jahr um : Am 8. 10. 15 stellte ich euch hier den Koch des Jahres 2016 vor; letzten Montag präsentierte Gault Millau die Auszeichnungen fürs 2017.



Rico Zandonella






Die begehrteste Auszeichnung für den Koch des Jahres 2017 erhielt ein gebürtiger Tessiner - Rico Zandonella vom Restaurant Rico's in Küsnacht am Zürichsee. Bei diesem Haus handelt es um die legendäre Zunftstuben von Horst Petermann, der von 1982 - 2010 in diesem Lokal auf höchstem Niveau kochte (19 Punkte) und in dieser Zeit 3x den Titel als bester Koch erhielt.

Rico Zandonella, welcher die Zunftstuben vor 5 Jahren übernahm, hat das Konzept der früheren Zunftstuben revolutioniert; dass sein Konzept aufgegangen ist, davon zeugt die Auszeichnung.


Ricos : Innenansicht



Nun zeichnet ein extravagantes Intérieur das Rico's aus, geblieben ist nur der Anspruch der kleinen Küchenbrigade: gekocht wird frech, aber mit einem Höchstmass an Fleiss und Präzision.

Hier ein kleiner Clip zu Rico's :





Dass Besuche solcher Lokale für einen Normalsterblichen wie mich nicht möglich sind und ob Preis/Leistung hier überhaupt noch nachvollziehbar ist - darüber habe ich 2014 hier schon geschrieben.

Aufgelistet ist da auch die Liste ( mit den HP's der Restaurants) der sechs 19-Punkte-Köche unseres Landes. Diese Liste hat seither 2 Aenderungen erfahren: André Jäger ist in Pension gegangen, neu dazugekommen ist Peter Kogl vom Trois Rois in Basel.

Zudem hat ja das ehrwürdige De Hotel de Ville in Crissier mit dem Suizid von Benoit Violier einen zweiten Schicksalsschlag erleiden müssen ( Vorgänger Philipp Rochat verstarb bei einem Velounfall). Doch dieses Lokal und seine Mannschaft lassen sich nicht entmutigen. Der ehemalige Küchenchef  unter Violier - Frank Giovannini - hat nun bei den Auszeichnungen gleich zugeschlagen und wurde mit 19 Punkten belohnt. Dies nicht zuletzt, weil er nun alleine die gleiche  20-köpfige Küchenbrigade führt wie früher. Und Wittwe Brigitte Violier leitet das Haus mit Bravour .



Zimi's  Restaurant-Geheimtipp


Für unseren Hobbychochklub organisiere ich nunmehr seit Jahren den alljährlichen Vereinsausflug. Was dabei das Wichtigste ist ? Ja, natürlich das Essen an einem schönen Ort - nicht zu "beizenmässig", aber auch nicht zu versnobt. Da bin ich dann ein wenig gefordert, da es jedes Jahr ab Zürich in eine andere Himmelsrichtung geht. Mir kommt dabei der Gourmetführer zur Hilfe - in Frage kommen jedoch bei mir keine Lokale ab 15 Punkten (Gault Millau) an aufwärts. (ansonsten ist unsere Vereinskasse dann pleite).

Wir waren in all den Jahren in sehr schönen Restaurants in beinahe allen Landesgegenden und assen mehrheitlich auch fein - was wir aber vor ein paar Jahren im Luzerner Hinterland im Landgasthof Sonne erlebten, übertrifft bis heute alles. Als ich dieses Restaurant im Gourmetführer fand, fragte ich mich: wo ist diese Ortschaft Ebersecken bzw. wie kann ein 14-Punkte-Restaurant in dieser gottverlassenen Gegend über Jahre existieren? Nun, heute wissen wir warum - und dass die Sonne ein absoluter Geheimtipp ist.

Tatsache ist, dass auch hier die Speisen etwas teurer sind als anderswo, aber was man hier fürs Geld erhält, ich sag euch, das ist schlichtweg der Hammer. Zum etwas teureren Monatsmenü gibt's auch noch das Beizli-Menüe oder der Business-Lunch. Und es ist beileibe nicht nur das Essen, was überzeugt - nein, auch die Herzlichkeit und das Ambiente tragen zum Gesamtbild bei.

also, bei einer nächsten Feier oder einem sonstigen Anlass könnt ihr mit gutem Gewissen nach Ebersecken pilgern - es lohnt sich (noch heute geht der eine oder andere Hobbychoch gerne mal nach Ebersecken).

Hier noch unser Essen beim Ausflug :


Menü der Hobbychöche im Landgasthof Sonne, Ebersecken








Monatsmenü














Donnerstag, 6. Oktober 2016

Monatscollage Juli - September 2016


Rigibesteigung : von Küssnacht auf die Rigi








Nachdem ich letztes Jahr im November von Süden her die Rigi bestieg - siehe hier, lief ich diesen Sommer von Osten her hinauf.

In Zürich mit dem 06.04-Zug nach Luzern und von dort mit der S-Bahn Richtung Arth-Goldau, traf ich bei Morgendämmerung um 07.30 Uhr in Küssnacht ein.

Zuerst gabs im schmucken Dorf den obligaten Startkaffée (mit feinem Mandelgipfel), danach stieg ich via Seebodenalp - Räbalp - Chänzeli - Staffel auf die Rigi hoch - bei Kaiserwetter.

Und es war herrlich !






in Küssnacht erwacht der Tag

ich nehme den Wanderweg Nr. 63 bis zur Seebodenalp

Küssnacht am Rigi



schöne Sicht auf den Pilatus - mit Seilbahn Seebodenalp

es geht "obsi" - am Rooter Berg türmen sich noch ein paar Nebelschwaden

Seebodenalp erreicht

auch mit dem Auto erreicht man die Seebodenalp - gerade oberhalb die Rigi

auf der Seebodenalp geht's auf einem schönen Weg flach bis zur Altruedisegg

so schön - diese Seebodenalp

was - da hinauf muss ich noch ?

sehr viele Findlinge hat es hier oben ( Themenweg Gletscherspur)

nach ca. 20 Min. kommt die Alpwirtschaft Ruodisegg in Sicht

das ist ein Ruheplätzchen - leider habe ich noch keine Zeit zum Ausruhen

die Aussicht von hier oben ist nicht schlecht

Esel auf der Alp

hier lässt sichs ruhen - ich laufe aber noch hoch auf die höher gelegene Räbalp

was will denn dieser komische Kerl hier mit diesem Fotoapparat ?

die Seebodenalp ist ein Hochplateau


jetzt gibt's was zu trinken !

schöne Alpwirtschaft Räbalp

nochmals das Plateau - hinten der Zugersee

nun geht's zum Chänzeli hoch


Räbalp ade !


hier wird's schon leicht felsig

et voila, das Chänzeli. Bis hier hinauf lief ich praktisch alleine, nun kommt der Kulturschock - viele Leute nun bis hinauf zum Rigi

Aussicht Richtung Süden

die Sicht lässt nichts zum Wünschen übrig

Titlis


die letzten Blumen

Rigi Staffel ist erreicht

Blick hinunter auf meine begangene Route via Gletscherspur zur Ruodisegg, dann hoch zur Räbalp und links hoch zum Chänzeli



Blick auf den Zugersee

mit Zoom grüsst sogar ein kleines Stück Aegerisee

Kulm erreicht - Alpenpanorama par excellence !