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Donnerstag, 6. November 2014

Martinstag : Räbechilbi Richterswil / Gansabhauet Sursee, Alpkäsemärkte - Veranstaltungshinweise


Am Sa, 11. November wird in Richterswil die Räbechilbi durchgeführt.. Dieses grösste und bedeutenste Lichterfest + zugleich grösster Räbenlichterumzug der Welt.


Räbechilbi Richterswil


Die Wurzeln der Räbechilbi sind im Erntedank-Gottesdienst zu suchen. Kirchgänger/innen, welche mit Räbenlichtern den Weg in den Abendgottesdienst erhellten, waren die Vorbilder für die Lehrer, welche mit ihren Schülern die ersten Umzüge organisierten (nach mündlichen Ueberlieferungen fand ca. 1860 der erste Umzug statt). Ab 1905 übernahm der örtliche Verkehrsverein die offizielle Organisation der Räbechilbi und ist auch heute noch dafür zuständig.
Beim Einnachten werden die Räbenlichter angezündet und der Dorfkern wird zur Märchenkulisse.
Um 18.30 Uhr startet dann der etwa eine Stunde dauernde Räbenlichterumzug mit 40 speziellen Sujets. Davor bieten über 20 Marktständen, verteilt im ganzen Dorf, ihre Waren an und verschiedene Blasmusiken bieten Platzkonzerte an.

Um den Martinstag herum, welcher zu Ehren des heiligen St. Martin oder Martin von Tours gefeiert wird, finden verschiedene Bräuche statt.

Bekannt sind die St.-Martinsumzüge, welche in Deutschland, in Südtirol und in der Schweiz stattfinden. In den Stadtquartieren und in verschiedenen Gemeinden des Kt. Zürich heissen diese Räbeliechtliumzüge, bei denen Kinder und Jugendliche selbstgeschnitzte, durch eine Kerze von innen beleuchtete Räbe, durch die Strassen tragen.



Ein Brauch ist auch das Martinsgansessen - Gänse haben am Martinstag eine grosse Bedeutung. Vom Mittelalter an bis in die Neuzeit hinein (in den orthodoxen Kirchen teilweise bis heute) lag der Martinstag am Beginn der vierzigtägigen, bis Weihnachten dauernden Fastenzeit. Am letzten Tag vor Beginn der Fastenzeit konnten die Menschen noch einmal richtig schlemmen. Der Martinstag war auch der traditionelle Tag des Zehnten, die Steuern wurden früher in Naturalien bezahlt - eben auch mit Gänsen.

Gansabhauet Sursee
Der berühmteste Brauch am Martinstag , bei dem die Gans die "Hauptrolle" spielt, ist die Gansabhauet in Sursee, bei dem junge Frauen und Männer in rotem Gewand und verbundenen Augen, versteckt hinter einer Sonnenmaske, mittels eines Säbelhiebs versuchen, einer toten, an einem Seil aufgehängten Gans den Hals durchzutrennen.



Im Jura in Porrentruy findet am Wochenende 11./12.11. das
St. Martinsfest mit dem Martinimarkt, welcher sich auch noch am übernächsten Wochenende präsentiert, statt.






In der Schweiz, insbesondere in der Zentralschweiz, finden zum Ende des Alpsommers verschiedene Alpkäsemärkte statt. Bei diesen Anlässen will man 1. versuchen, die auf den Alpen gefertigten Käse besser und direkt zu vermarkten und 2. anhand eines Wettbewerbs unter den verschiedenen Alpkäsereien den besten Käse zu bestimmen.














Kommentare:

  1. Martinimarkt - dieser Brauch löst bei mir ganz herrliche Kindheitserinnerungen aus und in meiner Nase kitzeln die guten Düfte.
    Wir haben in der Ostschweiz dieser Tage "Laufgänse" auf einer Wiese beobachtet, wir hoffen sie überstehen diesen Tag.
    Grüsse von Erika

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    1. Hoi Erika je nach Wetter werde ich am Samstag am die Rbenchilbi gehen und schauen ob mir gute fotos gelingen. Gruss Jürg

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  2. Guten Morgen Jürg
    Das hört sich wirklich sehr spannend an. Ein wunderschöner Brauch!
    Eine glückliche Restwoche wünscht Dir Yvonne

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    1. Hallo Yvonne ja die Räbeliechtliumzüge kannte ich schon als Kind und als dann unsere Kinder noch kleiner waren, erleben wir sie nochmals. Gruss Jürg

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