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Freitag, 13. Oktober 2017

Confiserie Sprüngli - Luxemburgerli / kulinarische Spezialitäten CH





Nachdem ich im Blog schon über einige Schokolade (siehe Label "Schokolade"), möchte ich diese kulinarischen Spezialitäten um ein weiteres Kapitel ergänzen.

Sprüngli am Paradeplatz um 1900


Zu den bekanntesten Pionieren der Schweizer Schokoladehersteller gehören David Sprüngli mit seinem Sohn Rudolf Sprüngli-Ammann, die 1836 in der Zürcher Altstadt anstelle der "Konditorei Vogel" die "Confiserie Sprüngli & Sohn" gründeten.
Das Geschäft lief derart gut, dass die Räume bald zu klein wurden und sie 1859 in das neugebaute Haus am Paradeplatz (heutiges Stammhaus ) zogen. Sie wählten diesen Standort aus, da man im Glaube war, dass hier der Bahnhof Zürich gebaut wird. Dieser Fehler bescherte ihnen viele schlaflose Nächte, welche aber schnell vorbei gingen, als sie des Aufschwungs der Paradeplatzes und der Bahnhofstrasse gewahr wurden.



Schnell wurde das Lokal am Paradeplatz zum gesellschaftlichen Zentrum; wer in Zürich zur feinen Gesellschaft gehörte, traf sich dort nachmittags zu Kaffee und Kuchen.

1892 teilt Rudolf Sprüngli sein Unternehmen unter seinen 2 Söhnen auf. Während David Robert die Confiserie erhält , übernimmt Johann Rudolf , zusammen mit einem weiteren Schokoladepionier aus Bern - Rodolphe Linth - , die Schokoladefabrik "Rudolf Sprüngli Sohn" in Kilchberg, heute die weltbekannte Linth & Sprüngli.

Seit dieser Zeit sind diese zwei unabhängige Unternehmen. Während Linth & Sprüngli ein industrieller Betrieb ist, bleibt die Confiserie Sprüngli ein handwerkliches Familienunternehmen, welches ab 1994 von den 2 Neffen  Richard Sprünglis ( Milan + Thomas Prenosil ) in der sechsten Generation geleitet wird.

Aus Platzgründen wurde 1961 die Produktion von Zürich nach Dietikon verlegt, von dort werden heute 17 Filialen in und um Zürich und das Hauptgeschäft am Paradeplatz beliefert.


Nebst all den feinen Delikatessen kommt einem zu Sprüngli nur ein Name sofort in den Sinn - das Luxemburgerli -  der  Klassiker des Geschäfts. Vor genau 60 Jahren brachte ein luxemburgischer Konditor, anlässlich eines Wettbewerbes, das Rezept nach Zürich, wo er es unter der Leitung von Richard Sprüngli verfeinerte.





Luxemburgerli sollten rasch genossen werden, da sie je nach Luftfeuchtigkeit und Füllung ihre luftige Konsistenz verlieren -> für mich absolut kein Problem !!




Der nächste Schokolade-Eintrag handelt von meinem persönlichen Favoriten, die Eröffnung dessen neuen Besucherzentrums ist auf Ende Oktober angesagt. Ein Besuch dahin ist dann bald ein Muss für mich !





Sonntag, 8. Oktober 2017

Wanderung ob dem Brienzersee: Habkern - Lombachalp - Augstmatthorn - Harder Kulm


Ich weiss, dieser Beitrag kommt ein wenig zu spät - ich war bis jetzt leicht verkatert. Dafür serviere ich euch hier schöne Bilder  meiner anstrengenden Wanderung von letztem Donnerstag.

Da der Wetterbericht für diesen Tag schönes, mildes Wetter in den Bergen versprach, zog ich im Geschäft noch einen Ferientag ein - es hat sich gelohnt. Obwohl, der Tag fing nicht vielversprechend an - zu den ersten Anzeichen einer Erkältung gesellte sich frühmorgens ein Zugdefekt der S-Bahn, welche mich in den HB Zürich führen sollte, dazu. Das hiess, dass ich eine Stunde später als vorgesehen am Startort Habkern eintraf (09.25 Uhr). Nichtdestotrotz musste noch der obligate Startkaffee her - samt Nussgipfel, welcher die Wirtin extra für mich auf der gegenüberliegenden Strassenseite in der Bäckerei besorgte (es war der beste Nussgipfel, den ich je ass).





Nun denn, um 09.45 Uhr ging das Abenteuer los, laut Wanderkarte und Wegweiser lagen etwas über 6 Std. vor mir - es wurden schlussendlich aber etwa 7 1/2 Std. Laufzeit ! Diese Wanderung, obwohl wunderschön, brachte mich beinahe an meine Grenzen. Nach rund 2 Std. Aufstieg erreichte ich die Lombachalp, welche idyllisch in einer der grössten zusammenhängenden Moorlandschaften (Habkern-Sörenberg) der Schweiz liegt. Erreichbar ist die Alp mit Auto von Habkern her, auch der Rufbus fährt hier hinauf.
Damit hatte ich die Hälfte des Aufstieges hinter mir, nun erfolgte der 2. Teil zum Augstmatthorn hinauf. Nach 2 Std. teilweise happigem bergaufsteigen - knapp unterhalb des Berges sah ich ein paar Steinböcke der Kolonie, die es hier oben hat) erreichte ich den Brienzergrat und sah auf die andere Seite - die ganze Müh hat sich gelohnt ! Wow, was für eine Aussicht auf Brienzersee und die Berge, einmalig. Nach kurzer Rast lief ich nun alles dem Grat hinunter bis Harder Kulm, der Weg aber war alles andere als leicht. Nicht extrem gefährlich, aber du kannst die ganze Strecke nicht dein gewohntes Tempo einhalten - zuerst gings auf steinigen Wegen hinunter, auf der 2. Hälfte war der Weg (teilweise auch Trampelpfad)  durchzogen mit Wurzeln. Darum - die angegebene zeit von 2 1/2 Std. vom Augstmatthorn - Harder Kulm ist ein Witz. O.K, ich bin auch nicht mehr der Jüngste und die Strecke gehört auch zum "Extreme Trail Run" von Brienzer Rothorn nach Interlaken, doch für Wanderer ist dieses Teilstück dieser Wanderung eine wahre Herausforderung. Doch am Ziel überwogen doch die positiven Eindrücke !
Vom Harder Kulm brachte mich die Standseilbahn nach Interlaken hinunter.

Harder Kulm von Interlaken her

schon von Habkern aus sah man den Brienzergrat

und los geht's

bald steigt der Weg an

Sicht auf Habkern


dieser Ort ist sehr idyllisch gelegen


unten grüsst der Thunersee, im Schatten links oben der Harder Grat - mein letzter Wegabschnitt

noch ist der Brienzergrat weit weg

durch herrliche Moorlandschaft hinauf zur Lombachalp

Sicht ins Simmental



Lombachalp erreicht, nun geht's auf den Grat



auf die Lombachalp führt eine Fahrstrasse - und ein Restaurant hat es hier auch

irgendwo da oben sollte es Steinböcke geben



es geht teilweise sehr steil hinauf

ein paar Steinböcke gefunden - leider voll im Gegenlicht, so habe ich sie im Sucher nicht gesehen und einfach in die Richtung fotografiert

schon beinahe oben, man sieht schon die ganze Länge der noch zu bewältigenden Strecke. Zuvorderst vorne am Grat ist Harder Kulm


Augstmatthorn voraus
 
und dann diese Sicht Richtung Süden - Brienzersee mit Berner Alpen

links oben Augstmatthorn, Sicht  auf Brienz Richtung Grimsel

Eiger, Mönch und Jungfrau
 




alles dem Grat entlang


rechts unten mein Startort Habkern

jetzt lässt sich vorne auch noch der Thunersee erblicken

Suggiture - was für ein Bergname

Blick retour zur Suggiture, von dort gings mächtig steil hinunter
 
hier noch der anfangs erwähnte "Wanderweg" - immer sehr schmal
 

Harder Kulm

beim Hinabfahren nach Interlaken geht langsam die Sonne unter

und nochmal - weils so schön war